07.11.2025
Vom Gegenwind zum Rückenwind
Lärm, Infraschall, Schattenwurf: Windräder würden krank machen, dazu der Wertverlust der Immobilien in der Umgebung und die Milane und die Fledermäuse – massivem Widerstand sahen sich die Aktivisten ausgesetzt, die vor gut zwanzig Jahren in Ingersheim ein Windrad aufstellen wollten.
Diese nahmen alle Bedenken ernst und gingen allen Fragen nach. Auch nachdem es ihnen nach rund zehn Jahren gelungen war, ihr Windrad zu errichten, ließen sie jahrelang physikalische Messungen und medizinische Untersuchungen durchführen. Ergebnis: Nichts, aber auch gar nichts von den Befürchtungen und Prophezeiungen zu Gesundheitsgefahren, Milan- und Fledermaussterben oder Wertverlust hat sich bewahrheitet. Auch die Bürgergenossenschaft ist allen Unkenrufen zum Trotz nicht pleite gegangen.
Die Skeptiker haben die Gesprächsbereitschaft der Betreiber erwidert. Heute ist das Windrad allgemein anerkannt, und Ingersheim wirbt mit dem Slogan „Windkraft, Schloss, Kultur, Wein – typisch Ingersheim“.

Rund 40 Interessierte ließen sich im Reutlinger Alten Rathaus von den Ingersheimer Windmüllern inspirieren.
